YouTube-Einnahmen mit 1.000 Abonnenten: Kann man mit einem Finanzkanal online Geld verdienen?

Dies ist kein klassischer Finanzartikel, wie er sonst auf diesem Blog erscheint. Normalerweise geht es bei mir um unser Finanzsystem, Risiken, Vermögensschutz und all die Dinge, die wichtig sind, um sein Vermögen langfristig zu schützen und sich bestmöglich im Finanzsystem zurechtzufinden.

Heute mache ich aber bewusst eine Ausnahme – aus Transparenzgründen. Da ich viel über das Finanzsystem und die Vorgänge im Hintergrund schreibe und spreche, möchte ich mit gutem Beispiel vorangehen und abseits dieser Themen über den aktuellen Stand dieses Blogs und des zugehörigen YouTube-Kanals berichten. Ich möchte offenlegen, was mich motiviert und wie viel ich mit YouTube verdiene (mit dem Blog verdiene ich derzeit noch nichts, es gibt zwar einen Werbebanner, aber diesen erst seit Kurzem und damit wurden noch keine Einnahmen erzielt).

Ich zeige dir offen, wie meine YouTube-Einnahmen in den ersten 30 Tagen nach der Monetarisierung ausgesehen haben. Zum einen, um transparent zu sein, aber vielleicht kann ich auch den einen oder anderen motivieren, ebenfalls einen Kanal aufzubauen, oder zumindest die Information übermitteln, ob sich das heute noch auszahlt.


Warum ich das Video mache – und warum jetzt

Ganz ehrlich: Ich wollte schon immer ein Special zu 1.000 Abonnenten machen. Aber ich wollte nicht einfach nur „Danke für 1.000 Abos“ sagen. Ich wollte auch echte Zahlen zeigen. Das war von Anfang an so geplant.

  • Zahlen, die nicht geschönt sind
  • Zahlen, die nicht künstlich für Klicks hochgezogen wurden
  • Zahlen, die ein normaler Finanzkanal mit rund 1.000 Abonnenten tatsächlich verdient.

Der Grund dafür ist einfach: Ich hätte mich damals über ein Video gefreut, das realistisch erklärt, was man verdienen kann – ohne Clickbait und falsche Hoffnungen. Und weil ich Transparenz mag, mache ich heute genau das. Ich habe mir natürlich vorher auch ähnliche Videos angesehen, aber ehrlich gesagt schwanken die Einnahmen, je nach Zielgruppe, enorm und man weiß erst, wie viel man verdienen kann, wenn man so weit ist.

Dass der Kanal inzwischen auf dem Weg Richtung 2.000 Abonnenten ist, macht das Ganze ein bisschen ironisch – aber ja, das Wachstum kam schneller als gedacht, und das lag vor allem an einem einzigen Video, das teilweise 4.000 bis 5.000 Aufrufe pro Tag gemacht hat.

Zunächst möchte ich aber erklären, wie ich auf die ersten 1.000 Abs gekommen bin.


Meine Reise bis zur YouTube-Monetarisierung

Die Basis für die Monetarisierung auf YouTube, also die Möglichkeit, dass YouTube dir einen Anteil der Werbeinnahmen der Videos „weiterleitet“, die am Anfang oder in der Mitte des Videos angezeigt werden, sind 1.000 Abonnenten (darum sind die 1.000 Abonnenten so beliebt) und 4.000 Stunden Gesamtwiedergabezeit innerhalb der letzten 365 Tage. Bisher sind die YouTube-Werbeeinnahmen meine einzige Einnahmequelle. Ich hatte noch keine Affiliate-Links und auch noch keine Kooperationen, werde aber zumindest zukünftig mein Equipment mit Affiliate Links in der Videobeschreibung ergänzen.

Am 18. Februar 2025 habe ich mein erstes Video hochgeladen. Es wurde ganz ohne Kamera-Equipment, sondern mit einem Samsung-Smartphone auf meinem Küchentisch aufgenommen. Die Beleuchtung war günstig und ich habe ein Ansteckmikro verwendet. Klassisch low budget.

Und um ehrlich zu sein: Die ersten Videos sahen genauso aus. Wenig Aufrufe, wenig Reichweite, aber eine steile Lernkurve. Ich habe zu langsam gesprochen, das Handy falsch eingestellt, daher war auch die Qualität miserabel. Aber ich habe mir eine Sache vorgenommen: Ich versuche einfach, mit jedem Video besser zu werden.

Ich habe realistisch damit gerechnet, dass es mindestens 12 bis 24 Monate dauern wird, bis ich die YouTube-Monetarisierung erreiche. Der Finanzbereich ist hart umkämpft. Große Creator dominieren diese Nische. Es ist kein Bereich, in dem man sofort Aufmerksamkeit bekommt. Ich bin auch davon ausgegangen, dass ich es eventuell gar nicht schaffe.

Die Option des Abbruchs habe ich mir offen gehalten.

Aber stetige Optimierung und natürlich auch eine gewisse persönliche Entwicklung, vor der Kamera zu sprechen, haben die Statistiken zumindest weiter nach oben getrieben. Ich bin weit davon entfernt, 100 % zufrieden zu sein: Die Videos sind nicht perfekt, ich schneide sie selbst, der eine oder andere Versprecher ist auch noch dabei und es gibt noch eine Million andere Dinge, die man verbessern kann.

Trotzdem sind die ersten 1.000 Abos geschafft.

Das Video, das mich über die 1.000 Abonnenten gebracht hat, kam am 30. Oktober 2025. Das war der Wendepunkt. Innerhalb weniger Tage, am 5. November 2025, waren die 1.000 Abos erreicht.

Wie war es dann, als ich endlich monetarisiert war?


Die ersten Tage als monetarisierter Kanal

Monetarisiert bin ich seit dem 10. November 2025 – allerdings erst gegen Nachmittag. Das heißt, der erste Tag war kein voller Tag. Und trotzdem lagen die Einnahmen bereits ab Tag 1 über dem, was ich jemals erwartet hätte.

Warum? Weil ein einziges Video komplett durch die Decke gegangen ist und an manchen Tagen 17–18 Euro eingebracht hat.

Das klingt fantastisch – aber es ist wichtig, das einzuordnen:

  • Über 85 % der Aufrufe während diesem Monat kamen von diesem einen einzigen Video.
  • Das ist nicht normal. Dieses Video hatte nach zwei Wochen beinahe 75.000 Aufrufe, während meine anderen gut laufenden Videos im Bereich von 2.000 bis 5.000 Aufrufen lagen.
  • Und sowas wird nicht so bleiben. Wenn das Momentum des Videos verfliegt, dann pendeln sich die Einnahmen deutlich nach unten ein.

Ich sage das bewusst offen, damit niemand denkt, dass 1.000 Abonnenten automatisch bedeuten, dass plötzlich sehr viel Geld hereinkommt. Aber das, was mir passiert ist, ist keine Seltenheit. Die meisten Kanäle werden natürlich mit jedem Video insgesamt besser, wenn sie einiges richtig machen. Aber der richtige Wachstumsschub kommt immer von einzelnen Videos, die überproportional besser laufen.

Ohne dieses Video hätte es sicher noch vier bis fünf Monate gedauert, bis ich die 1.000 Abos erreicht hätte.

Daher heißt es jetzt realistisch: Was kann man mit 1.000 Abos verdienen? Vor allem, wenn man nicht so ein gut laufendes Video hat?


30 Tage YouTube-Einnahmen – die ehrlichen Zahlen

Damit du ein Gefühl dafür bekommst, wie die nachher genannten Summen zustande kommen: Es gibt zwei wesentliche Kennzahlen, die den Verdienst bei YouTube beschreiben.

CPM (Cost per Mille)

CPM (Cost per Mille): beschreibt, wie viel Werbetreibende für 1.000 monetarisierte Wiedergaben zahlen. Dies ist jedoch nur der „Brutto-Wert“, bevor YouTube seinen Anteil abzieht. Mein Wert liegt hier bei 6,35 €.

RPM (Revenue per Mille)

Der RPM zeigt, wie viel Geld ein Kanal pro 1.000 Aufrufen tatsächlich erhält – inklusive aller Klicks, auch von Nutzern, die beispielsweise einen Adblocker verwenden oder bei denen gerade keine Werbung eingeblendet wurde. Der RPM ist deshalb immer niedriger als der CPM, dafür aber ehrlich. Mit einem aktuellen RPM von 4,72 € liege ich für einen Finanzkanal eher niedrig, denn viele liegen eher im Bereich von 6 bis 15 Euro.

Wie viel Geld ich auf YouTube verdiene

Hochgerechnet, wenn man die anfänglichen Einnahmen von ca. 17 Euro am Tag zugrunde legt, wären das satte 510 Euro im Monat. Ein unglaubliches Ergebnis, wenn ich jetzt die Aufrufszahlen weiter behalten hätte. Das Video ist allerdings nach zwei Wochen abgeflacht. Insgesamt hat mir der ersten monitarisierte Monat auf YouTube 230,85 € eingebracht.

Aber natürlich ist das nicht realistisch beziehungsweise wird sich das nicht so fortsetzen. Rechnet man das Video heraus, das so gut performt hat, wäre ich bei ca. 60 Euro im Monat. Das ist eine realistische Zahl als Grundstock, denn viele berichten, dass sie mit ca. 1.000 Abonnenten im Finanzbereich ungefähr 100 Euro im Schnitt verdienen. Durch die Abkürzung, die mein Kanal durch das eine Video genommen hat, konnte ich definitiv noch nicht die Basis aufbauen, wie jemand, der das über ein bis zwei Jahre gemacht hat.

Außerdem sind der RPM- und der CPM-Wert noch sehr schwach. Das ist natürlich schade, denn eigentlich wäre der Finanzbereich einer der am besten bezahlten Bereiche. Andere Bereiche wie Gaming liegen oft bei 1–4 € CPM, Bildung bei 4–10 €, Fitness bei 3–8 € und Finanzen bei 6–20 €.

Das ist aber auch nicht ungewöhnlich, da eben die meisten Umsätze von einem Video kommen und virale Videos oft an eine sehr breite Zielgruppe ausgestrahlt werden.

Vermutlich liegt es auch daran, dass ich im Finanzbereich eher breiter gehe und auch das allgemeine Finanzsystem erkläre. Würde ich reine Aktien- und ETF-Themen machen, wäre der Wert deutlich höher, weil Werbetreibende dort eben bereit sind, deutlich mehr zu bezahlen. Für mich aber kein Grund, mehr Aktienvideos zu machen, im Gegenteil, ich will Inhalte machen, die jemanden interessieren und bei denen ich und der Kanal wachsen können.

Aber welcher Aufwand steht gegen diesen Einnahmen? Lohnt es sich jetzt zum Beispiel, selbst einen Kanal zu starten und sich auf 1.000 Abos hochzuarbeiten?


Mein Aufwand – und der ehrliche „Stundenlohn“

Wenn man das Ganze nüchtern durchrechnet, ist es ziemlich eindeutig:

Du siehst also: Mit kaum finanziellem Aufwand kannst du einen YouTube-Kanal starten. Der größte Faktor ist einfach die Zeit. Das Schneiden ist übrigens der größte Zeitfresser. Ich recherchiere die Themen zuerst am PC und schreibe meine Skripte zuerst als Blogartikel. Das macht mir tatsächlich am meisten Spaß.

Ich lerne viel und recherchiere gerne, und das fließt dann ins Video ein.

Aber trotzdem ist es einfach so, dass pro Video 4 bis 8 Stunden Aufwand notwendig sind. Wenn man sich den Stundenlohn anschaut, muss man sich dann einfach die Frage stellen: Lohnt sich das?


Lohnt sich ein YouTube-Kanal 2026?

Kurze Antwort: Ja – wenn du es aus den richtigen Gründen machst.

Ich mache die Videos gerne.
Ich interessiere mich für die Themen.
Ich habe Spaß an der Recherche.
Und ich habe eine Strategie gehabt, bevor ich überhaupt das erste Video hochgeladen habe.

Natürlich wollte ich monetarisiert werden. Das war mein Ziel. Aber mir war auch bewusst: Wenn das nicht innerhalb einer vernünftigen Zeit möglich ist, dann mache ich etwas falsch oder ich habe einfach keine Chance mehr in der Finanznische. Wenn du ebenfalls einen Kanal starten willst, dann setze dir einfach Meilensteine, auf die du hinarbeitest.

Der Stundenlohn ist anfangs gigantisch niedrig und nicht mit „normaler” Arbeit zu vergleichen. Aber das ist mir nicht unbedingt wichtig. Mein Ziel ist ein Nebeneinkommen. Ob es anfangs jetzt bei 50, 100 oder 200 € liegt, ist dabei nicht so relevant. Man will ja ohnehin wachsen. 1.000 Abos sind der erste Meilenstein, um zu sehen, ob man einen profitablen Kanal aufbauen kann.

Diese Frage, ob sich ein YouTube-Kanal zum Beispiel im Jahr 2026 noch lohnen kann, kann ich für mich mit einem klaren „Ja” beantworten. Wenn man den Kanal weiter ausbaut, gewinnt man mehr treue Zuschauer und das Einkommen wächst. Gut laufende virale Videos bringen immer wieder Motivationsschübe und treiben auch die Einkünfte.

Aber ich sage dir ganz ehrlich:

  • Man braucht Geduld. Keine Tage, nicht Wochen – Monate oder Jahre.
  • Man braucht Konsistenz.
  • Man braucht eine klare Idee, warum du einen Kanal machst.

Du musst akzeptieren, dass die ersten 30 Videos niemand sehen will. Das ist ganz normal.

Fazit

Ich glaube wirklich, dass YouTube auch 2026 noch immer ein unfassbar guter Ort ist, um sich eine kleine oder große Reichweite aufzubauen. YouTube gibt einem die Chance, Videos zumindest an ein paar hundert Nutzer auszustrahlen, sobald man eine gewisse Konsistenz bewiesen hat. Wenn diese klicken, hat man auch die Chance, sich etwas aufzubauen.

Nicht, weil es schnell geht. Sondern weil YouTube dir eine Plattform gibt, auf der sich Inhalte langfristig lohnen:

  • Alte Videos bringen heute noch Reichweite
  • Manche Inhalte explodieren plötzlich Monate später
  • Ein Video kann alles verändern
  • Deine ganze Basis arbeitet langfristig für dich

Auch bei mir kommt inzwischen ein Teil des Wachstums nach wenigen Monaten YouTube bereits aus alten Videos, die plötzlich wieder mehr ausgestrahlt werden.

Ich habe mir am Anfang sehr genau überlegt, was ich machen will: Welche Themen, Nische, Videoarten, welche Zielgruppe usw. Auch wenn das nicht mein normaler Kanalfokus ist, würde ich diese Informationen teilen und erklären, wie ich das angegangen bin. Wenn du Lust darauf hast, gib mir Bescheid. Dann bereite ich die Informationen auf und es gibt einen Artikel und ein Video dazu.

Das waren meine YouTube-Einnahmen nach den ersten 30 Tagen mit rund 1.000 Abonnenten. Ehrlich, und ungeschönt.

Von Daniel

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